Das Spiel beim Oranienburger HC hatte für den EHV Aue Ecken und Kanten, aber am Ende mit dem 28:25 (14:14) Auswärtssieg ein rundes Ergebnis. Kurz vor der Abfahrt nach Oranienburg eine Hiobsbotschaft für den EHV Aue: Rechtsaußen Sergi Ala I Sanchez musste kurzfristig passen, sodass mit Francisco Pereira nur noch ein etatmäßiger Rechtsaußen im Kader der Erzgebirger stand. Zu den Personalsorgen kam auch die Ungewissheit hinzu, wie sich Oranienburg nach der Vorstellung des neuen Trainers unter der Woche präsentieren würde. Also bereits vor dem Spiel einige Fragezeichen, ob der Voraussetzungen für die knifflige Auswärtsaufgabe. Irgendwie merkte man dem Spiel der Auer die Unsicherheit auch an, sodass sich einige Ecken und Kanten im Auftreten in der Fremde zeigten. Die Hausherren zeigten sich unter ihrem neuen Trainer verbessert und man merkte, dass sich jeder dem neuen Chef an der Seitenlinie präsentieren wollte. So führte Oranienburg auch schnell mit 3:1 (6. Minute) und profitierte dabei von den ungewöhnlich vielen Fehlern im Auer Angriffsspiel. Allein fünf technische Fehler unterliefen den Erzgebirgern in den ersten acht Spielminuten. Aue fing sich aber, konnte die erste Zeitstrafe für die Oranienburger ausnutzen und zum 4:4 (12. Minute) ausgleichen. Die erste Führung für die Gäste besorgte dann Spielmacher Mihkel Löpp in der 13. Minute beim 6:5. Sofort reagierte Neutrainer Damir Eklic und zog seine erste Auszeit. Aue schien sich aber gefangen zu haben und legte beim 7:5 (14.), erneut durch Löpp, die erste Zwei-Tore-Führung auf das Parkett. Das Auer Spiel jedoch zeigte sich weiterhin unrund, mit vielen Fehlwürfen und Technik- und Regelfehlern, sodass die Hausherren schnell zum 7:7 ausgleichen konnten. Die Gäste legten in der Folge immer vor und Oranienburg glich wieder aus. Beim 12:12 (27. Minute) zog Uwe Jungandreas seine Grüne Karte und versuchte seinen Jungs neuen Schliff zu geben. Auch die vielen Überzahlsituationen, Oranienburg packte beherzt zu und handelte sich bereits in der ersten Halbzeit fünf Zeitstrafen ein, konnten die Auer nicht nutzen, sodass trotz bester Torchancen für die Erzgebirger, die Seiten beim 14:14 Unentschieden gewechselt wurden. Es war eine kurze und intensive Halbzeitansprache von Trainer Jungandreas, sodass die Gäste bereits nach wenigen Minuten wieder auf dem Spielfeld standen und sich für die zweiten 30 Minuten einiges vorgenommen hatten. Pereira sorgte bereits nach wenigen Sekunden für die erneute Führung der Gäste. Aue stand nun besser in der Abwehr und ließ nur zwei Tore in den ersten zehn Spielminuten nach Wiederanpfiff zu. Die Gäste trafen in der Zeit vier Mal und führten somit 18:16. Aber eine runde Sache wollte es an diesem Abend trotzdem irgendwie noch nicht werden. Oranienburg kämpfte mit allen Mitteln und glich in der 42. Minute (18:18) erneut aus. Erst nach dem 21:20 (46. Minute) konnte sich Aue mit drei Treffern in Folge absetzen und schien beim 24:20 auf die Siegerstraße einzubiegen. Es blieb weiterhin eine knifflige Angelegenheit und ein Spiel mit Ecken und Kanten. Die Gäste zeigten sich jedoch in der Schlussviertelstunde deutlich abgeklärter und hielten die Hausherren bis zum Ende auf Abstand. Beim 28:24 Treffer von Paul Bones vom Siebenmeterstrich drei Minuten vor Ende wurde es doch noch ein runder Abend, und so stand am Ende mit dem 28:25 Auswärtssieg ein verdienter und dennoch hart erkämpfter Erfolg mit Ecken und Kanten für den Favoriten aus dem Erzgebirge.
Zuschauer: 902
Zeitstrafen: Aue 3 (Pereira, Bones, Döbler)
Oranienburg 7
Aufstellung: Tor: Priskus (60 Minuten, 9 Paraden), Mohs (bei einem Sieben-Meter)
Pereira 8/2, Löpp 7, Bones 6/4, Mubenzem 4, Döbler 2, J. Swat 1, Pfeil, Roch, Hinz, Paraschiv, Hofmann, Lange