Der EHV Aue besteht im Spitzenspiel der 3. Liga Nord-Ost den Härtetest bei der HC Eintracht Hildesheim und sichert sich beim 34:32 Auswärtssieg zwei wertvolle Punkte im Kampf um die Plätze für die Aufstiegsrelegation.
Aue reiste mit lediglich 12 Feldspielern (wovon einige unter der Woche angeschlagen pausieren mussten), darunter mit Torben Lange nur einem etatmäßigen Kreisläufer an. Hildesheim legte vor und ging schnell mit 3:0 (3. Min) in Führung. Aue tat sich anfangs schwer gegen die offensive Hildesheimer Abwehr. Den Torreigen für die Auer eröffnete Pereira mit seinem Treffer zum 3:1 in der 4. Minute. Ab diesem Zeitpunkt war auch Aue angekommen in dem Spitzenspiel. Binnen drei Minuten glichen sie aus 3:3 (6.). Erstmals in Führung gingen die Gäste per Doppelschlag von Justin Döbler beim 4:5 in der 9. Minute. Es entwickelte sich ein echtes Top-Duell. Beide Mannschaften setzten auf Tempio und trafen am Fließband. Beim Stand von 7:6 für die Eintracht sah Torben Lange bereits in der 15. Spielminute seine zweite Zwei-Minuten-Strafe, sodass Trainer Uwe Junugandreas frühzeitig zur Umstellung im Innenblock gezwungen war. Ab diesem Zeitpunkt rückte Routinier Kevin Roch ins Deckungszentrum und an den Kreis. Trotz Unterzahl drehte Aue das Spiel erneut und ging selbst mit 9:7 in Führung. Aue spielte zielstrebig und Pfeil legte sogar das 10:7 nach. Die erste Drei-Tore-Führung für die Erzgebirger. Beim Stand von 15:12 (26. Min) für Aue dann die nächste Hiobsbotschaft in Form einer roten Karte. Sebastian Paraschiv traf seinen Gegenspieler im Gesicht und musste von da an von der Tribüne zuschauen. Die Überzahl nutzte der Gastgeber und glich in der Folge zum 15:15 aus. Döbler traf 2 Sekunden vor dem Pausenpfiff zur 16:15 Halbzeitführung für die Auer. Der in der 2. Halbzeit ins Tor gewechselte Max Mohs parierte mehrfach gegen die frei vor Ihm auftauchenden Hildesheimer und ermöglichte so die Führung seiner Jungs bis zur 36. Minute (19:21). Es folgte die stärkste Phase der Hildesheimer, die nun noch aggressiver und offensiver in der Deckung agierten und mit drei Treffern in Folge in der 40. Minute die Führung (22:21) übernahmen. In der 41. Minute nah Trainer Uwe Jungandreas die Auszeit und versuchte Ruhe in das stockende Angriffsspiel zu bringen. Der mit einer Blessur aus dem Oranienburg-Spiel angeschlagene Mihkel Löpp übernahm nun Verantwortung und traf zum 22:22 Ausgleich (41. Min). Eine erneute Strafe, diesmal gegen Aues Besten Torschützen an diesem Abend Paul Bones, nutze die Eintracht clever und zog auf 24:22 davon. Gänzlich zu kippen drohte das Spiel beim 26:23 für die Hausherren in der 47. Minuten. Die Jungs von Uwe Jungandreas bleiben aber cool und konnten in der 49. Minute zum 26:26 ausgleichen und per Konter durch Sanchez in der 54. Minute beim 29:28 erstmals wieder in Führung gehen. Das Spitzenspiel stand nun auf des Messers Schneide und die gut 1200 Fans trieben ihre Eintracht gellend nach vorne. Aber auch die mitgereisten Auer Fans hielten dagegen und unterstützten Ihre Männer lautstark. Ein echter Nervenkrimi in dem die Gäste die etwas stärkeren Nerven hatten. Döbler traf in der 59. Minute vorentscheidend zur 33:31 Führung und Paul Bones war es vorbehalten, per Siebenmetertreffer und seinem 12.! Treffer an diesem Abend den 32:34 Endstand herzustellen. Trotz Roter Karte und vier Zeitstrafen bestehen die Erzgebirger den Härtetest und sichert sich zwei ganz wichtige Auswärtspunkte im Kampf um die Aufstiegsrunde. Der EHV klettert auf den 3. Tabellenplatz und überholt somit die Eintracht aus Hildesheim.
Das nächste Heimspiel steht an diesem Sonntag, den 01. März 2026 um 17:00 Uhr an. Gegner ist der Tabellenneunte HSG Eider Harde, welche Anfang Februar ebenfalls gegen Eintracht Hildesheim gewinnen konnte. Es wird also die volle Unterstützung von den Rängen nötig sein, um den nächsten Heimsieg einfahren zu können.
Karten gibt es wie immer unter www.ehv-aue.de oder an der Abendkasse in der Erzgebirgshalle
Zuschauer: 1219 Zuschauer
Zeitstrafen: Aue 4x (Sanchez, Bones, Lange 2x) + Rot für Paraschiv
Hildesheim 1 x
Aufstellung Aue: Tor: Priskus (45 Min, 4 Paraden), Mohs (15 Min, 2 Paraden)
Feld: Pfeil 3; Roch 1; Hinz; Sanchez 1; Pereira 8/2; Mubenzem; Bones 12/3; Swat, J.; Döbler 6; Paraschiv; Lange; Löpp 3