Die Chemnitzer Morgenpost mit dem Vorbericht auf
das Spiel gegen den HSV Hamburg

 

 „Dann müssen wir uns die Punkte gegen Hamburg zurückholen“, sagte EHV-Manager Rüdiger Jurke etwas trotzig nach dem 25:28 in der Vorwoche in Hamm. Morgen ist die Gelegenheit da, wenn die Hanseaten in der Erzgebirgshalle aufkreuzen. Es ist ein Spiel unter Freunden. Zwischen beiden Teams hat sich eine Fan-Freundschaft entwickelt. Unvergessen der Auftritt der Auer im März dieses Jahres mit 350 Anhängern in Hamburg und einem gemeinsamen Abendessen mit beiden Mannschaften. Das schweißt zusammen. Dieses Mal kommen die Hamburger Fans und erleben schöne Tage im Erzgebirge. Die Partie ist bei dem Wochenend-Ausflug der Höhepunkt. Im Vorjahr hatten die EHV-Jungs Grund zum Jubeln. Beim 35:26 in eigener Halle spielten sie groß auf. Im Rückspiel gab es ein 26:26. Inzwischen hat sich viel verändert. Damals waren die Hamburger Aufsteiger und wollten „nur“ die Klasse halten. „Jetzt schielen sie mit einem starken Kader etwas mehr nach oben, sind derzeit Sechster“, weiß Jurke, dass es schwer wird, die Punkte in Aue zu halten. „Wir sind aber auch gut drauf, die Leistung in Hamm stimmt mich trotz der Niederlage optimistisch.“Und da waren zuletzt die beiden Derbysiege daheim gegen Dresden und Eisenach. Auch die machen Mut. nahro




 

 

Der WochenENDspiegel mit dem Vorbericht auf das Spiel gegen HSV Hamburg

 

Nach der Niederlage in Hamm, erwartet der EHV Aue in der 2. Handball-Bundesliga am Samstag 17 Uhr in der Erzgebirgshalle den HSV Hamburg, der mit einem prominenten Bankdrücker anreist.

 

Der EHV, ein Weltmeister namen Toto und die Störtebeker-Jungs

 

Von Sven Günther

Lößnitz. Es gibt Mannschaften, deren Spieler Sportfans ins Gehirn gebrannt sind. Große Siege - große Namen! Wer Handball liebt, kennt noch heute einige der Weltmeister, die 1978 gegen Russland den Titel holten. Trainer Vlado Stenzel, Manfred Hofmann und Rudi Rauer im Tor. Dazu Heiner Brand, Jo Deckarm, Kurt Glühspies, Erhardt "Sepp" Wunderlich, Arno Ehret, Kapitän Horst Spengler.

Und 2007? Beim 2. WM-Titel? Wer erinnert sich nicht an Henning Fritz und Jogi Bitter, an Oliver Roggisch oder Holger Glandorf, an Pascal "Pommes" Hens und Michael "Mimi" Kraus. Man schmunzelt über die Geschichte des Kreisläufer-Giganten Christian "Blacky" Schwarzer, der als TV-Experte angereist war und nachnominiert wurde. Und man zieht noch heute den Hut vor Torsten "Toto" Jansen, den sichersten Schütze des Turniers, der 37 von 41 Würfen erfolgreich abschloss.

Torsten "Toto" Jansen. Schon immer rätselte man, warum der Außenspieler diesen Spitznamen führt. Die Vermutung, der abwehrstarke Trickwerfer hinge der US-Rockband gleichen namens an ist falsch. Dem WochenENDspiegel sagte Jansen: ""Ich glaube Bob Hanning hat mich irgendwann als wir zusammen bei TuSEM Essen waren mal so genannt, aber das ist einfach nur die Kurzform von Torsten gewesen. Völlig unspektakulär."

Unspektakulär wird sein Auftritt in der Lößnitzer Erzgebirgshalle am Samstag 17 Uhr sicher nicht, wenn er auf der Bank es HSV sitzt und das Spiel seines Teams gegen den EHV Aue koordiniert.

 

Jansen: "Ich habe in den letzten Tage einige Spiele von Aue gesehen und wir kennen sie ja auch noch aus der letzten Saison. Das ist eine kämpferisch extrem engagierte Mannschaft und noch dazu sehr heimstark. Das hohe Ergebnis gegen Gummersbach täuscht da ein bisschen. Auch beim Auswärtsspiel in Hamm haben sie sich richtig gut verkauft und das war nicht nur kämpferisch überzeugend, sondern in weiten Teilen auch spielerisch. Ich schätze Aue als wirklich schweren Gegner ein."

Und weiter: "Wichtig ist, dass wir unser Spiel durchziehen und uns nicht von der Atmosphäre beeindrucken lassen. Wenn wir mit breiter Brust und mit Selbstvertrauen auftreten und sowohl in Abwehr als auch im Angriff konsequent und konzentriert sind, dann können wir die Punkte aus Aue mitnehmen."

 

Auch EHV-Trainer Stephan Swat hebt den Finger und warnt: "Der HSV hat mit Niklas Weller einen ganz starken Kreisläufer, der immer wieder gut in Szene gesetzt wird. Dazu erzeugen Schöngart, Bauer und Forstbauer aus dem Rückraum erheblichen Druck. In der Defensive steht der HSV stabil in einer 6:0, die von Blazenko Lackovic zusammengehalten wird." Der Kroate spielte schon in Kiel und Flensburg, war mit Kroatien Weltmeister und Olympiasieger.

 

Swat: "Da müssen wir uns schon auf einiges gefasst machen, brauchen, wie gegen Eisenach, eine gute Kreisläuferverteidiung, eine stabile Defensive mit starken Torhütern."

Die hatte man in beim Auswärtsspiel in Hamm, wo Erik Töpfer elf Würfe entschärfte. Am Ende scheiterte man an den ebenfalls starken Torhütern der Gastgeber und an der Tatsache, das der ASV-Kader in der Breite stärker besetzt war.

EHV-Manager Rüdiger Jurke: „Wir haben wirklich bei einer Top-Mannschaft der Liga ein gutes Spiel gemacht. Schade, dass es nicht zu einem Punkt gereicht hat. In einigen Szenen hatten wir auch die Schiedsrichter nicht auf unserer Seite."

 

Zu den Top-Mannschaft gehört auch der HSV. Trainer Torsten Jansen: "Wir stehen aktuell gut da und die Jungs haben das in vielen Spielen richtig gut gemacht. Trotzdem gibt es in jedem Spiel auch Dinge, die wir noch verbessern müssen. Und auch wenn es grundsätzlich gut läuft, ist man als Trainer nie restlos zufrieden, weil es immer Dinge gibt, die nicht so funktioniert haben. Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir uns im Vergleich zum letzten Jahr verbessern wollen und uns etablieren wollen. Da sind wir gerade auf einem guten Weg, spielerisch und tabellarisch.

Langfristig wollen wir sicherlich den Aufstieg in die 1. Liga anpeilen, das muss in einer Stadt wie Hamburg schon der Anspruch sein. Aber wir machen uns da keinen Druck, denn dafür muss nicht nur sportlich alles passen, sondern auch die Strukturen im Umfeld müssen gesund und kontinuierlich aufgebaut werden. Wir wollen und werden da deshalb nichts überstürzen und gehen einen Schritt nach dem anderen. Erstmal wollen wir uns jetzt in der 2. Liga etablieren und uns dann kontinuierlich immer weiterentwickeln, um dann irgendwann um den Aufstieg mitspielen zu können."

 

Der Aufstieg in Liga 1. Sicher auch für die treuen Mitglieder des Fanclubs Störtebeker ein Traum, die das Team ins Erzgebirge begleiten. EHV-Fan-Chef Jörg Meinhardt: "Uns verbindet eine außergewöhnliche Freundschaft, die bei einigen Bierchen nach einem Spiel besiegelt wurde. Wir freuen uns schon auf die Jungs, werden mit ihnen nach dem Spiel im legendären Füllort in Bad Schlema feiern und am Sonntag ins Besucherbergwerk „Markus-Semmler“ einfahren."

 

Dann hat er noch einen wichtigen Tipp für alle Fans: "Wenn Ostern und Weihnachten zusammen fällt, dann passiert immer etwas Besonderes. Erst recht, wenn Handballfans gemeinsam feiern, auch wenn man in den Farben getrennt ist. Deswegen heute nochmals der Hinweis: Habt ihr schon ein Weihnachtsgeschenk? Ein besonderes? Ein einmaliges? Etwas was mit Handball zu tun hat? Ein Event, das es so nicht gleich wieder gibt? Was man nur beim EHV Aue bzw. im Reisebüro "Petras Reiseinsel" in Aue erwerben kann? Nein? Dann unser Tipp:

 

Ostern 2020 (11.04. bis 13.04.20), 3 Tage Hamburg mit Kultur. Party auf der Reeperbahn und dem Spiel HSV Hamburg vs. EHV Aue.

Auch wenn der 1. Bus, der 2. Bus, und der 3. Bus (fast) ausverkauft ist, es gibt ab sofort einen 4. Fanbus nach Hamburg. Alle Infos unter "Petras Reiseinsel" Tel.: 03771 / 25 45 24

Torsten “Toto” Jansen ist Weltmeister und trainiert den HSV Hamburg. Foto: Handball Sport Verein Hamburg

 

 

Noch 3 bzw. 5 Tage oder besser, wir nehmen diesmal beide Tage !
Lasst uns gemeinsam die Erzgebirgshalle rocken.
Spiel 01 am Samstag gegen den HSV Hamburg, Anwurf um 17:00 Uhr und
Spiel 02 am Sonntag, unser Juniorteam gegen SV 04 Plauen-Oberlosa. Anwurf um 16:30 Uhr

 

Die Chemnitzer Morgenpost mit einer Nachbetrachtung zum Spiel in Hamm

Es hat nicht sollen sein!
Der EHV Aue hat nach drei Siegen in Folge wieder einmal verloren. Das 25:28 beim ASV Hamm ist zu verschmerzen, war aber auch zu vermeiden. Aue hat zu viele freie Würfe ausgelassen. Da war der Gastgeber einfach abgezockter. „Wenn du hier gewinnen willst, musst du die Chancen machen“, sagte Manager Rüdiger Jurke nach der Partie. „Aber egal, mit der sportlichen Leistung bin ich zufrieden. Zahlreiche andere Teams haben hier mit acht Toren Rückstand verloren. Wir waren nah dran am Punkt, der wäre vielleicht auch verdient gewesen“, so Jurke. Gerade zu Beginn der zweiten Hälfte spielten Benas Petreikies (6 Tore), Bengt Bornhorn(5/4) groß auf, drehten das 10:12 zur Pause und gingen selbst mit 15:13 und 16:14 in Führung. „Am Ende hat uns auch die Kraft gefehlt. Hamm konnte durchwechseln, wir nicht.“ Vor allem nach der zweiten Roten Karte war das der Fall. Kurz vor der Pause sah Julius Schröder nach einem groben Foul Rot, neun Minuten vor Schluss erwischte es Abwehrchef Kevin Lux nach seiner dritten Zeitstrafe. „Da war es natürlich schwer, das konnten wir dann nicht mehr kompensieren.“ Zudem störten Jurke auch einige Pfiffe. „Gerade in der Phase, als wir mit zwei Toren führten. Da dachte ich mir dann, naja, kann man auch anders sehen. Aber letztendlich waren wir selbst schuld. Vorn hat ein bisschen gefehlt.“ Thomas Nahrendorf

 

Die Chemnitzer Morgenpost mit dem Spielbericht aus Hamm

Umkämpftes 25:28, dreimal Rot 

 

Nix mit einer großen Siegesserie für den EHV Aue! Nach zuletzt drei Liga-Erfolgen am Stück gab‘s gestern beim ASV Hamm-Westfalen eine 25:28-Niederlage. Die Gäste in der WESTPRESS arena mit einem katastrophalen Start. Nach einem 0:3 (5.) gelang Kevin Lux der erste EHV-Treffer, doch Hamm antwortete mit einem Doppelpack - 1:5 (13.). ASV-Keeper Felix Storbeck hatte zu diesem Zeitpunkt bereits sechs Würfe der Auer entschärft. Aber die Jungs aus dem Erzgebirge rappelten sich wieder auf, agierten in der Deckung aggressiver und verleiteten Hamm zu Fehlern. Bengt Bornhorn per Siebenmeter und Benas Petreikis verkürzten auf 3:5 (15.). Aue kämpfte weiter und war beim 8:9 (26.) durch Petreikis wieder dran. In die Kabinen ging‘s schließlich mit einer 12:10-Führung der Gastgeber, aber: 50 Sekunden vor der Pause sah Aues Julius Schröder nach einem groben Foul Rot. Nach Wiederanpfiff brachte ein 4:1-Lauf durch zweimal Ladislav Brykner, Petr Slachta und Adrian Kammlodt die erste Auer Führung - 14:13 (34.). Hamm wechselte den Keeper, Oliver Krechel kam für Storbeck und hielt ebenfalls bärenstark. Beim 20:20 (44.) alles ausgeglichen, dann der ASV mit einem Dreierpack -20:23(48.).Kurz darauf musste Hamms Jan Brosch nach der dritten Zeitstrafe vom Parkett, Aues Lux folgte nach Foul mit Rot(51.). Der EHV kam dann noch einmal bis auf ein Tor ran (23:24/53.), lag aber kurz darauf erneut mit dreien hinten - 23:26 (55.), die Entscheidung. Daran änderte auch die Hereinnahme von Vilius Rasimas für Töpfer (55.) nichts mehr. Erfolgreichste Auer Werfer waren Petreikis (6) und Bornhorn (5/4), Sieggarant für Hamm war das überragende Keeper Duo Storbeck/ Krechel. H. Boss

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EHV Aue e.V.
Ringstraße 15
08294 Lößnitz
03771 54 77 6

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