Klares Ziel des EHV heißt Klassenerhalt

WochenENDSpiegel-Interview mit dem EHV-Präsidenten Lutz Lorenz

 

Aue.  Blickt EHV-Präsident Lutz Lorenz auf die vergangene Saison zurück, dann spricht er dem Trainertrio, der Mannschaft und dem gesamten Umfeld zum Klassenerhalt seine große Anerkennung  aus. In seinem Dank schwingt eine berechtigte Portion Stolz mit. Andererseits verhehlt er nicht, dass ihm der „schwarze November 2018“ einige Sorgen bereitete. Vor welchen Herausforderungen stehen Präsidium und Vorstand,  der Geschäftsführer der EHV Aue Marketing und Spielbetriebs GmbH Rüdiger Jurke, sowie das Trainer-Trio Stephan Swat, Radek Musil und Kirsten Weber vor und während der 29. Zweitliga-Saison 2019/2020? Darüber sprach der Präsident im Ehrenamt mit Dr. Hans-Joachim Schwochow.

 
Welche Erwartungen setzen Sie in die neue Saison?

Meine Erwartungen orientieren sich an der enormen Leistungsstärke der 2. Liga. Aus meiner Sicht ist sie in der neuen Saison noch höher einzuschätzen. Für mich steht die Frage: Wie schaffen wir es, den Herausforderungen dieser Liga gerecht zu werden und am Saisonende aus dem Feld der 18 Teams die Klasse zu halten. Das wird schwer genug. Dennoch gehe ich voller Zuversicht in die neue Saison.

 

Reicht der vorhandene Kader, um das „Abenteuer 2. Liga“ ein weiteres Jahr zu bestehen?

Kurze Antwort: Er muss reichen! Weitere Spielerverpflichtungen können wir uns finanziell nicht leisten. Unsere „Neuen“ Adrian Kammlodt, Julius Schroeder und Gabriel De Santis passen ins Team und verstärken es. Optimistisch stimmt, dass Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung in die 1. Mannschaft geschafft haben. Unser vor zehn Jahren gemeinsam mit der SG Nickelhütte Aue auf den Weg gebrachtes Konzept einer leistungsorientierten Nachwuchsarbeit trägt Früchte. 

 

Wie schätzen Sie nach Abschluss der Saisonvorbereitung das spielerische Niveau des Teams ein?

Diese Frage kann so nicht gestellt werden, weil die Vorbereitungsphase nur bedingt ein Gradmesser sein kann. Die Punktspiele müssen zeigen, wie gut in den vergangenen Wochen trainiert wurde. Dann wird auch deutlich, ob beständig gute Leistungen der Torleute dem Team Sicherheit geben.

Die am häufigsten gestellte Frage: Wie steht es um die Wirtschaftlichkeit des Vereins?

Allgemein gesprochen lautet die Antwort: Gemessen an den regionalen Möglichkeiten, steht der Verein wirtschaftlich auf sicheren Füßen. Beweis dafür ist die problemlose Lizensierung. Wir müssen aber auch feststellen, dass sich konjunkturelle Schwankungen in unseren Sponsorenfirmen auf deren finanzielle Unterstützung auswirken. Wir sind einerseits sehr froh darüber, dass uns 285 Sponsoren - vom kleinsten bis zum größten - unterstützen. Andererseits müssen wir sehr schnell neue Strategien der Sponsorengewinnung entwickeln. Das ist auch vor dem Hintergrund weiterhin moderater Eintrittspreis für unsere Fans sehr wichtig.

 

Apropos Fangemeinde. Wie schätzen Sie die Fanarbeit ein?

Was unser Fanbeauftragter Jörg Meinhardt als Ideengeber und Gestalteter leistet, ist unbezahlbar. Gemeinsam mit Katja Lippmann-Wagner, Detlef Süß, André Gerwig, Mirko Helm und Enrico Alich sichert er die live streaming-Übertragungen, die  bei den Fans und allen Handballfreunden hervorragend ankommen. Hinweisen möchte ich außerdem auf unsere erneute Hamburg-Reise vom 11. bis 13. April 2020  zum EHV-Auswärtsspiel. Bei dieser Fahrt stehen Sport, Spaß und Kultur im Mittelpunkt. Wer dabei sein möchte, erfährt von Petra Bärtl, Inhaberin  der „Reiseinsel“ am Auer Postplatz (Telefon: 03771 254524), in der EHV-Geschäftsstelle (Telefon: 03771 547774,  oder per Email:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! weitere Details.

 

Können Sie etwas zum Stand der Spielstätten-Diskussion sagen?

Aus meiner Sicht steht fest, dass wir kurz- und mittelfristig eine Lösung für unsere Spielstätte „Erzgebirgshalle Lößnitz“ benötigen. Noch in diesem Jahr wird es deshalb eine Vorstandssitzung geben, die sich ausschließlich mit diesem Problem beschäftigt. Ich bitte um Verständnis, wenn ich an dieser Stelle noch keine weiteren Einzelheiten erläutere.

 

Was wäre Ihr Wunsch  für die neue Saison?

Hätte ich einen Wunsch offen, dann den, dass unser Team von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleibt und die Mission „Klassenerhalt“ erfolgreich gestaltet. Wenn wir das schaffen,  haben wir die Weichen gestellt, um in der Saison 2020/2021 „30 Jahre Zweitligist EHV“ zu feiern.

 

Bildtext

Rechtsanwalt  und EHV-Präsident Lutz Lorenz  freut sich wie alle Handballfreunde auf die Saison 2019/2020 mit ihren besonderen Herausforderungen.
Foto: Gregor Lorenz, Foto-Atelier LORENZ

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Ringstraße 15
08294 Lößnitz
03771 54 77 6

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