Der EHV Aue und der gute Rat

Der WochenENDspiegel mit dem Spielbericht aus Gummersbach 

Bauchgefühl & Analyse beim EHV Aue 

Von Sven Günther

Aue. Noch am Freitagmittag war er sich nicht sicher. Wer steht gegen den VfL Gummersbach von Anfang an zwischen den Posten? Pascal Bochman, der 18-Jährige, der mit seinen Paraden gegen Krefeld den Sieg sicherte? Neuzugang Anadin Suljakovic, den von der HSG Wetzlar ausgeliehenen Erstliga-Torhüter? Oder Vilius Rasimas, den Keeper mit der größten Erfahrung?

Am Ende folgte er dem Ratschlag seines Experten! Torwarttrainer Radek Musil favorisierte Suljakovic - und das Spiel zeigte, dass die Entscheidung, den Bosnier spielen zu lassen, die richtige war.

Vor allem zu Beginn der Partie konnte der junge Torhüter, Suljakovic ist 21, einige Bälle zum Teil spektakulär halten. Die zwischenzeitige 8:10 Führung erzielte er nach einem Fehlversuch von Alexander Weck per Wurf ins aufgrund einer Unterzahl leere VfL-Tor.

8:10. Die 2700 Zuschauer in der Halle wurden zu dieser Zeit nervös, sahen sie doch, wie der Außenseiter aus dem Erzgebirge die Partie gegen den Aufstiegskandidaten mit der riesigen Tradition offen gestaltete. Immer wieder trafen Kammlodt oder Bornhorn, hinten stand die Abwehr oder parierte der Keeper. Vor allem eine vom EHV Aue selten gespielte offensive 5:1-Verteidigung verunsicherte die VfL-Spieler, die in der Halbzeit einen 13:14 Rückstand verarbeiten mussten, ausgleichen und umdrehen wollten.

Doch daraus wurde zunächst nicht, weil Suljakovic direkt nach Wiederanpfiff einen vom Siebenmeter-Strich geworfenen Ball hielt, im Gegenzug Benas Petreikis zum 13:15 traf. Murren in der Halle, nervöse Blicke auf der VfL-Bank. Vergeigen wir gegen den EHV den Aufstieg?

Bis zur 45. Minute musste man das aus Sicht der Gastgeber befürchten. Da hatte Bengt Bornhorn zum 23:23 getroffen. Doch dann zeigte sich, was ein größerer Kader ausmacht. EHV-Manager Rüdiger Jurke: "Wir mussten im Prinzip fast mit derselben Truppe durchspielen, während der VfL durchwechseln konnte. Am Ende hat uns einfach die Kraft gefehlt. Vor allem auf Halbrechts war zu spüren, dass Ladislav Brykner fehlte." Adrian Kammlodt mit neun und Bengt Bornhorn mit acht Treffern waren die erfolgreichsten Werfer des EHV Aue, für Gummersbach trag Rechtsaußen Lukas Blohme zehnmal und Linksaußen Marvin Sommer, der von 2013 bis 2015 beim EHV spielte, neunmal.


(Foto: P.Ising)

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