Heimsieg gegen Dormagen

Der Blick-Online mit dem Spielbericht
EHV Aue vs. TSV Bayer Dormagen 32:29


Auer Handballer mit erfolgreichen Rückrunden-Auftakt

Lößnitz. Die Reifen sind runter, der Tank und die Batterie sind leer – wie die Mannschaft die Kiste über die Ziellinie geschoben hat, das war schon beeindruckend, sagt Stephan Swat, der Trainer des EHV Aue. Die Mannschaft hat am gestrigen Freitagabend einen gelungenen Rückrunden-Auftakt hingelegt und hat sich vor heimischer Kulisse in der Erzgebirgshalle in Lößnitz mit 32:29 (14:14) gegen den TSV Bayer Dormagen durchgesetzt.  Die 1932 Zuschauer, die ordentlich für Stimmung gesorgt haben, hatten ihren Anteil daran. Bester Torschütze auf Auer Seite ist Bengt Bornhorn mit neun Treffern. „Wir haben den 1. und 2. Weihnachtsfeiertag trainiert, weil wir wussten, was auf uns zukommt“, so Swat. Die Gäste haben ein unheimliches Tempo an den Tag gelegt, was den EHV anfänglich vor Probleme gestellt hat. In der ersten Halbzeit hat es ein eher ausgeglichenes Spiel gegeben. Zweimal ist der EHV mit zwei Toren in Rückstand geraten beim 7:9 (21.) und beim 8:10 (22.). Danach ging es ausgeglichen weiter und beim 14:14 ging es in die Kabine. Entscheidend sei gewesen, wie man aus der Pause rausgekommen ist, so Swat. Gleich nach Wiederanwurf haben die Auer einen 4:0-Lauf hingelegt, sind auf 18:14 (37.) davongezogen. Den Vorsprung konnte man bis auf 23:17 (44.) weiter ausbauen und lag demnach mit sechs Toren in Front. Zwar hat Dormagen alles versucht, hat es aber nicht geschafft auszugleichen, geschweige denn vorbeizuziehen. EHV-Keeper Erik Töpfer hat zwölf Paraden gezeigt, zwei davon bei 7-Meter-Situationen. Auch hat Töpfer selbst ein Tor verwandelt, und zwar das zum 28:22 (53.) indem er aus der Ferne auf das zu der Zeit leere gegnerische Tor abgezielt und getroffen hat. Auch sei Austris Tuminskis der überraschende Moment gewesen, den man gebraucht habe in dem Spiel, sagt Swat. Der Rückraumspieler, der zum Player of the Match gewählt worden ist, hat fünf Treffer zum Sieg beigesteuert. Die Hausherren haben ihr heimisches Revier verteidigt. Im Endeffekt waren es drei Tore Vorsprung, die dem EHV Aue zum Sieg verholfen haben. Die jetzt anstehende Spielpause haben sich die Jungs verdient, so der Coach. Gestern Abend noch erfolgreich auf dem Parkett, ging es beispielsweise für Pascal Ebert per Flugzeug bereits in der Nacht nach London. Der EHV-Spieler wird sich heute mit Freunden ein Premier-League-Fußballspiel anschauen und am 29. Dezember geht es zur Dart-Weltmeisterschaft. „Auf diese Reise habe ich mich schon das ganze Jahr gefreut“, so der 23-jährige, der an der Uni Leipzig im fünften Semester Lehramt für Sport und Englisch studiert. Wie Pascal Ebert dazu gekommen ist? „In der neunten Klasse hatte ich mein erstes Praktikum, und zwar an einer Grundschule. Das hat mir gut gefallen und so hat sich der Berufswunsch immer mehr gefestigt.“ Handball bedeutet dem jungen Mann sehr viel neben Familie und Studium: „Durch den Sport habe ich Teamfähigkeit gelernt und den Umgang mit Druck. Man geht im Alltag ganz anders an Dinge heran und sieht vieles gelassener als vielleicht andere Leute.“ Zum Spiel sagt Ebert: „Es war das erwartet harte Spiel, wie schon auswärts in Dormagen. Beide Abwehrreihen waren extrem hart. Es war mehr Kampf als ein schönes Spiel, doch am Ende sind es drei Tore plus für uns und zwei Punkte.“  rw

(Foto: R.Wendland)

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