Der EHV und die Edel-Shooter

 

 

Der WochenENDspiegel mit Teil 2 zum Derby gegen Eisenach

Wieder ein Festtag für alle Handballfans!
Am Samstag (17 Uhr) kommt der ThSV Eisenach in die Erzgebirgshalle nach Lößnitz. Das Derby wird auch ein Duell der Edel-Shooter

 

Tokic vs. Kammlodt - und noch viel, viel mehr!

 

Von Sven Günther

Lößnitz. Viel zu holen gab es bislang nicht für die handballspielenden Erzgebirge, wenn sie sich mit den Rivalen aus Thüringen maßen. 7:2 führt der ThSV Eisenach in der Bilanz gegen den EHV bei einem Unentschieden.

 

Man muss die Literatur bemühen, um sich an Auer Erfolgserlebnisse zu erinnern. Am 12. April 2015 gewann man zum letzten Mal und der zweite Sieg des EHV stammt gar aus einer Zeit, in der der EHV-Manager noch selbst am Kreis wirbelte: 28. Dezember 1991! Inzwischen blickt Rüdiger Jurke von der Seitenlinie aufs Parkett, hat gewiss einen höheren Puls als in aktiven Seiten, und hofft darauf, dass sein Trainer und dessen Swat-Kommando es am Samstag ab 17 Uhr ihm, Jurke, gleichtun und gewinnen.

 

Stephan Swat: "Wir haben die Zeit genutzt, um intensiv im Athletikbereich zu arbeiten, haben uns aber auch vier Tage Auszeit vom Handball gegönnt. Ich war mit der Familie unterwegs."

Einige Spieler, wie zum Beispiel Keeper Erik Töpfer gönnten sich einen Mini-Urlaub im Warmen. Andere besuchten Konzert, frönten ihren Hobbys. Ihr Trainer: "Ich bin froh, dass wir bis auf unsere Langzeitverletzten alle an Bord haben, gegen Eisenach werden wir jeden benötigen."

 

 

Eisenach. Der ehemalige Bundesligist ist nach dem Absturz in Liga 3 wieder im Höhenflug, liegt aktuell nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Essen auf Tabellenplatz vier. Stephan Swat: "Die Mannschaft hat sich im Vorfeld enorm verstärkt. Das sah man schon beim Sparkassen-Cup." Dort konnte der EHV nach dramatischem Spiel im Siebenmeterwerfen gewinnen.

Diesmal haben die Thüringer nach vier Heimsiegen enormes Selbstvertrauen getankt. "Sie sind sehr stabil, von beiden Außenpositionen und aus dem Rückraum gefährlich", sagt der EHV-Coach und schiebt hinterher: "Dazu kommt eine Abwehr, die 5:1 und 6:0 verteidigen kann und ein Trainer mit einer riesigen Erfahrung."

 

Sein Name: Sead Hasanefendic.
Sein auffälligster Schützling: Ante Tokic 

 

Duell der Edel-Shooter

 

Der Linkshänder des ThSV auf Rechtsaußen wird einer der Edel-Shooter sein, auf die es im Derby-Duell am Samstag auch ankommen wird.

 

Mit 46 Treffern ist Tokic, der vom Champions-League-Club HC Metalurg Skopje zum ThSV Eisenach kam, zweitbester Feldtorschütze der 2. Handballbundesliga. Seine Quote: 80,60 Prozent.

 

Die Nummer 1 erwartet ihn am Samstag in der Erzgebirgshalle Lößnitz: Adrian Kammlodt: Bei ihm stehen 57 Tore in der Statistik. Quote: 67, 44 Prozent. Keiner traf in der Liga häufiger aus dem Spiel heraus.

 

Stephan Swat: "Beide starke Spieler. Aber sie allein werden das Spiel nicht gewinnen können. Wir brauchen eine stabile Abwehr, um einfache Tore werfen zu können, dazu im Positionsangriff eine hohe Passgenauigkeit und eine gute Chancenverwertung."

 

Sein Trainerkollege sieht es ähnlich. Sead Hasanefendic: "Adrian Kammlodt hat in allen bisherigen 9 Spielen gezeigt, dass er sich in sehr gute Form befindet. Er verkörpert den modernen torgefährlichen Rückraumspieler. Letztendlich ist aber auch er nur Teil seiner Mannschaft.

 

Wir werden keine besonderen Maßnahmen gegen ihn ergreifen, würden sonst vielleicht den Blick für andere wichtige Spieler des EHV Aue verlieren. Erwähnt seien stellvertretend. Gabriel des Santis, Bengt Bornhorn, Benas Petreikis, Na klar, jeder meiner Spieler, der in den Zweikampf mit Adrian Kammlodt kommt, muss höllisch aufpassen. Doch wir müssen auf die gesamte Mannschaft des EHV Aue aufpassen."

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EHV Aue e.V.
Ringstraße 15
08294 Lößnitz
03771 54 77 6

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