Der EHV und die Mission Adler

 

Der WochenENDspiegel mit dem Vorbericht auf das Spiel in Krefeld

 

Nach der Niederlage gegen den Aufstiegs-Aspiranten SG BBM Bietigheim reisen die Zweitligahandballer gen Westen, um gegen Aufsteiger HSG "Die Eagles" Krefeld zu spielen

 

Kevin Lux hatte sich im November verletzt, ist wieder im Mannschaftstraining. Foto: Birgit Hiemer

EHV Aue: Erst fehlte der Star, jetzt warten die Adler

 

Von Sven Günther

Lößnitz. Der Star musste passen. Weltmeister Michael “Mimi” Kraus fehlte beim Auftritt von Absteiger SG BBM Bietigheim in der Erzgebirgshalle. Den 35-jährigen Spielmacher plagt eine Oberschenkel-Verletzung.

Es brauchte den Rückraum-Allrounder nicht, um Freitag, den 13. September, für Gästetrainer Hannes Jón Jónsson zu einem Glückstag zu machen. Mit 31:26 siegten die Gäste deutlich und verdient.

Der Übungsleiter der SG Bietigheim-Bissingen-Metterzimmern Bietigheim hatte vor dem Spiel noch gewarnt: „An guten Tagen können die Handballfans die enge Halle im sächsischen Lößnitz in ein Tollhaus verwandeln.” Zunächst sah es nach einem guten Tag für den EHV aus. Das Team legte einen Blitzstart hin, führte mit 8:2.

 

Auszeit BBM. Weckruf vom Trainer. Geänderte Einstellung.

 

Die Gäste packten zu, spielten vorn schnell und konzentriert. Bald glichen sie zum 8:8 aus, warfen einen Vorsprung und den Sieg heraus. EHV-Manager Rüdiger Jurke analysiert: „Wir müssen andere Spiele gewinnen. Bietigheim war einfach besser als wir.“ Andere Spiele. Eines dieser steht am 21. September auf dem Programm, wenn der EHV bei der HSG "Die Eagles" Krefeld" antreten.

 

Die Mission Adler

 

Sie nennen sich "Die Eagles". Die HSG Krefeld entstand aus einem Zusammenschluss der Vereine SC Bayer 05 Uerdingen und DJK SV Adler Königshof 1919. HSG-Pressesprecher Sven Schalljo: "Damit lag auf der Suche nach einem Spitznamen und einem Maskottchen der Adler natürlich nahe, er ist praktisch eine der Wurzeln der heutigen Eagles."

 

Nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga legten die Adler einen Geiersturzflug hin. 0:8 Punkte, minus 21 Tore. Ernüchterung.

Doch EHV-Trainer Stephan Swat hebt den Finger, sagt dem WochenENDspiegel: "Natürlich fahren wir mit dem Ziel nach Krefeld, das Spiel zu gewinnen. Aber dafür müssen wir alles abrufen, was in uns steckt. Denn ich bin mir sicher, dass die HSG gerade gegen uns gewinnen will."

Bislang spielte das Team von Trainer Arnar Gunnarsson gegen Bad Schwartau, Lübbecke, Emsdetten und Rimpar. Alles Mannschaften, die aktuell in der Tabelle im oberen Drittel stehen.

 

Arnar Gunnarsson? Ein Isländer? Genau! Dem WochenENDspiegel verriet er: "Mein Landsmann Runar Sigtryggsson, der ehemalige EHV-Trainer, ist ein guter Freund von mir. Wir unterhalten uns oft. Allerdings kann er zu aktuellen Auer Mannschaft wenig sagen. Er ist zu lange da weg."

Gunnarsson selbst hat einige Spiele des EHV im Video analysiert, sagt aber nur unkonkret: "Die Mannschaft ist nach vor gefährlich und hat eine gute Defensive. Wir wollen trotzdem gewinnen."

 

Stephan Swat spricht, wenn er von Krefeld redet, zuerst über die Eagles-Abwehr. "Die HSG spielt ungewohnt offensiv mit einer schnellen 5:1 Deckung. Dafür müssen wir Lösungen finden."

 

Eine Möglichkeit, die Gastgeber in der Abwehr in die Defensive zu zwingen, ist eine starke Präsenz am Kreis. Swat: "Leider fällt Bengt Bornhorn weiter aus. Sein Fuß braucht Ruhe. Ähnlich sieht es bei Ladislav Brykner aus, der ebenfalls eine Fußverletzung auskuriert. Zählt alles nichts. Wir müssen einfach mit den Spielern erfolgreich sein, die im Kader sind."

 

Dabei könnte der EHV von einer unerwarteten Seite Unterstützung bekommen. Swat: "Seit dieser Woche ist Kevin Lux wieder im Mannschaftstraining. Mal sehen, wie er die Belastung verträgt." Im November hatte er sich bei der 26:34-Auswärtsniederlage in Bahlingen das Kreuzband gerissen.

 

Gibt es bei der Mission Adler Hilfe von Kevin Lux? Er ist Kreisläufer...

 

Kevin Lux hatte sich im November verletzt, ist wieder im Mannschaftstraining. Foto: Birgit Hiemer

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