Immer wieder Kulhanek ...


Der WochenENDspiegel mit dem Vorbericht auf das Spiel gegen HSC 2000 Coburg

 

Der EHV Aue erwartet zum ersten Heimspiel die Top-Mannschaft des HSC Coburg - mit einem Phänomen und blasstarker Unterstützung 

 

Von Sven Günther

Lößnitz. Schaut man auf die letzten beiden Spiele des EHV Aue gegen den HSC Coburg, kommt man an einem Phänomen nicht vorbei. 38 Jahre alt, 107 Kilogramm schwer, 1,88 Meter groß. Sein Name: Jan Kulhanek. Seine Position: Torhüter des HSC. Seine Leistung: 24 Bälle von Auer Spielern pariert.

Serienweise entschärfte der Tscheche die EHV Würfe. Sowohl beim 25:33 Auswärtssieg als auch im Heimspiel (24:22) war Kulhanek der entscheidende Faktor. Kulhanek, immer wieder Kulhanek. Am Sonntag (1. September) wird es für die Auer auch darum gehen, diesem Spuk ab 17 Uhr ein Ende zu machen.

Dafür gibt es zusätzliche lautstarke Unterstützung. Das Bergmannsblasorchester Kurbad Schlema wird ab 16 Uhr vor der Halle aufspielen, denn vor dem Anpfiff zusammen mit den Fans den Steigermarsch zelebrieren. Auch in der Pause gibt es eine Einlage zusammen mit den EHV-Cheerleaders.

Manager Rüdiger Jurke hofft: "Seit drei Jahren haben wir nicht mehr gegen Coburg gewonnen. Es wird Zeit, dass sich das ändert!"

 

Der Trainer der Gäste sieht jedenfalls ein schweres Spiel auf sein Team zukommen: "Uns erwarten in Aue 60 knifflige Minuten. Auch wenn wir im letzten Jahr im Erzgebirge gewonnen haben, heißt das nicht, dass das Spiel leicht wird. Dazu ist die Mannschaft des EHV zu gut, was ja auch die ersten 40 Minuten in Dormagen gezeigt haben. Bei uns fällt Jakob Knauer noch bis Dezember aus. Ansonsten sind alle Spieler fit."

Dass Eric Meinhardt nicht mehr in Aue spielt, sieht Jan Gorr als Verlust und als Chance zugleich. Meinhardt, der in der letzten Saison zum "Wertvollsten Spieler" der 2. Bundesliga gewählt wurde, hatte gegen Coburg sein 2000. Tor für Aue geworfen.

Der HSC-Trainer: "Ich war ein Fan von Eric, weil er in schwierigen Phasen die Verantwortung übernahm, dafür auch die individuelle Klasse besessen hatte. Es wird Zeit brauchen, bis der EHV diese verloren gegangene Stärke kompensieren kann.

Aber ich denke, dass sie sich gut verstärkt haben. Mit Kammlodt haben sie Torgefahr und mit De Santis eine starke physische Komponente verpflichtet. Bis diese beiden Faktoren optimal greifen, muss die Mannschaft sich durchbeißen. Auch deshalb denke ich, dass es am Sonntag eine enge Partie werden wird."

Die Gäste kommen mit fast kompletter Truppe ins Erzgebirge, gewannen ihr Auftaktspiel gegen Emsdetten Nur Jacob Knauer (RR) fällt bis Dezember aus. Dazu ist Coburg eine Spitzenmannschaft, verpasste in der letzten Saison den Aufstieg nur knapp.

Auf der Homepage des Vereins liest man: "Einige Dutzend Coburger Fans werden sich am Sonntagnachmittag in das rund zwei Autostunden entfernte Lößnitz aufmachen. Um einen Auswärtssieg zu bejubeln, muss der HSC laut Gorr ein Höchstmaß an Disziplin an den Tag legen und gut verteidigen: 'Aue agiert selbst sehr diszipliniert und spielt seine Angriffe teils sehr lange aus. Da müssen wir in der Abwehr geduldig bleiben, denn ansonsten nutzt Aue jeden kleinen Fehler gnadenlos aus.'

Kleine Fehler. Diese auszunutzen ist Punkt eins, keine eigenen zu machen Punkt zwei. In den letzten beiden Partien gegen die Coburger erlaubten sich die Auer inklusive Fehlwürfen davon schlimme 24. Man hat es in den eigenen Händen...


Bengt Bornhorn überzeugte bisher am Kreis, wird auch gegen Coburg ein Schlüsselspieler sein.
Foto: Sport Concepte Bad Schlema

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